Rizmo - vom Fellknäuel zum Rockstar

Ein wachsender Musikfreund aus dem All erobert die Kinderzimmer

Von Christin Matthies | 22. Dezember 2019

Wenn sich ein plüschiges, außerirdisches Fellknäuel durch einen musikalischen Umgang zum coolen Rockstar entwickelt, kann es sich nur um einen handeln: Rizmo. Mit ihm brachte TOMY Deutschland das erste sich entwickelnde Spielzeug auf den Markt. Um zusammen mit echten Gesangs- und Tanzprofis wie Sänger Sasha und TikTok-Queen Katulka zu zeigen, wie der kleine Musikfreund funktioniert und ihn gleichzeitig für Kinder erfahrbar zu machen, lud der Hersteller zu einem Event in die Hallerstraße ein.

Um 15.30 Uhr soll es am Freitag, den 13. September losgehen. Bereits um viertel nach drei treffen die ersten Gäste ein: Einige Eltern-Blogger mit ihren Kids sowie verschiedene Pressevertreter sind mit von der Partie. Die ersten Mädchen und Jungen fangen an, mit Mama oder Papa Spekulationen über das neue Spielzeug anzustellen: „Meinst du, dass es richtig singen kann?“, fragt zum Beispiel eine kleine Deern im Sport-Outfit aus kurzer Hose, Strumpfhose und pinken T-Shirt.

Die Türen öffnen sich, das Gedränge geht los. In den Räumen angekommen, gibt es Rizmo-Kekse, Soft-Getränke, Tee, Kaffee und ein buntes Kuchen-Buffet mit Torte, Cake-Pops und Macarons. Alle Leckereien sind liebevoll dekoriert und in den Rizmo-Farben gehalten - pink, blau und weiß. Gesunde Früchte und Gemüsesticks runden das Buffet ab. Klar - wer viel singt und tanzt, braucht irgendwann auch eine kleine Stärkung.

Kaum zehn Minuten später geht es auch schon los: Die ersten Rizmos werden mit den Marketing-Vertretern von TOMY Deutschland zum Leben erweckt. Dazu wird gemeinsam mit den Gästen geklatscht und „Rizmo“ gerufen. Alle legen sich ins Zeug und schnell wird klar: Gekommen aus den unendlichen Weiten des Universums möchte Rizmo durch einen gemeinsamen Umgang wachsen und gedeihen. Damit das gelingt, heißt es für Kinder: ihn hegen und pflegen, klatschen, singen und tanzen, bis die Wände wackeln. Das Gehörte nimmt er auf, erinnert sich und wird dadurch größer und größer.

Insgesamt durchlebt der plüschige Außerirdische dabei drei spannende Wachstumsphasen, bis er vom Baby-Fellknäuel zum echten Rockstar oder Hip Hopper wird. Welche Musikrichtung er am Ende bevorzugt, bleibt eine Überraschung.

Vom süßen Fellknäuel zum erwachsenen Vollblut-Rockstar: Rizmo in seinen drei Wachstumsphasen.

Damit jedes Kind nun weitere Rizmos durch Vortanzen und Vorsingen zum Wachsen bringen kann, laden Sasha und Katulka zum Vocal Coaching und dem Erlernen der Rizmo-Choreografie ein.

Sasha macht den Anfang. Als erfahrener Sänger erklärt er den Kleinen, wie man seine Gesichtsmuskeln zum Singen locker macht und worauf man bei der Atmung achten sollte. Dann wird von den TOMY Marketing Vertretern auch schon der Rizmo-Song angestimmt: „I love, I love you, baby… Rizmo“. Und schon summen im Hintergrund die ersten außerirdischen Fellknäule mit.

Sasha beim Vocal Coaching und Singen mit den Kids.

Mit dem Gesang hat es also schon einmal geklappt, weiter geht es zum Choreo-Training mit Katulka. Die Proben? Streng geheim! Eltern und Presse müssen draußen bleiben. Am Ende hat sich das Warten gelohnt: Arme vor, Beine zur Seite, sich gegenseitig in die Hände klatschen. Das macht nicht nur Kindern und Zuschauern Spaß. Auch die Rizmos quieken vergnügt im Hintergrund oder summen die Melodie des Songs leise mit. Ein pinker und ein blauer, die sich zuvor noch auf der Entwicklungsstufe zwei befanden, haben sich gegen Ende der Tanzeinlage gleich in kleine Rockstars verwandelt.

Spätestens jetzt hat jeder die Funktionsweise aus gemeinsamer Interaktion verstanden. Ein Konzept, das bei den Kleinen bestens ankommt und dazu führt, dass jeder einen Rizmo mit nach Hause nehmen möchte.

Doch wie stehen eigentlich die Musik-Profis selbst zu dem neuen, sich entwickelnden Spielzeug? Wir wollten das genauer wissen und haben zum Abschluss mit Sasha und Katulka über Rizmo gesprochen. Welche Vorteile sie in ihm sehen und warum jeder einen haben sollte - das verraten wir im Interview:

Liebe Katulka, du hast bereits mit vier Jahren angefangen zu tanzen. Gab es in deiner Kindheit auch ein Spielzeug, das dich zum Tanzen motiviert oder inspiriert hat?

Katulka: Gute Frage. Da muss ich mal überlegen. Da gab es damals so ein virtuelles Küken, das mich ein bisschen an Rizmo erinnert - da musste man sich auch drum kümmern, damit es wächst. Aber getanzt hat man damit jetzt nicht. Dann hatte ich auch noch Urzeitkrebse und eine Puppe, die ich ganz cool fand, aber zum Tanzen haben sie mich jetzt auch nicht inspiriert. Ein Spielzeug - also nein. Das waren dann doch mehr meine Eltern.

Katulka im Gespräch mit Hummel-Chefredakteurin Christin

Aus deiner Sicht als Tänzerin und Choreografin: Inwieweit kann Rizmo die Bewegung oder auch das Tanzen bei Kindern fördern?

Katulka: Ja, ich finde, das kann Rizmo sehr gut. Die Kinder können sich mit ihm ausprobieren, sich mit ihm einfach bewegen und so das Tanzen ganz spielerisch für sich entdecken. Ich finde es generell auch richtig cool, dass es jetzt ein Spielzeug gibt, mit dem man auch interagieren kann. Das war früher ganz anders. Da waren die Dinge doch eher Gegenstände. Wenn man Rizmo dagegen sieht, gibt er den Kindern durch die gemeinsame Interaktion sehr viel und kann damit doch schon zu einem richtigen Freund werden. Das ist echt cool. Das hätte ich früher als Kind auch gern gehabt.

Was können Kinder denn machen, wenn sie auf einmal einen Hip Hop-Rizmo bekommen, aber eigentlich eher „rockstarmäßig“ unterwegs sind. Gibt es Dancemoves, die zu jeder Musikrichtung passen?

Katulka: Ja, doch. Viele Tanzstile überschneiden sich sehr oft. Wenn man sich von einem Tanzstil inspirieren lässt, kann man den auch oft auf andere übertragen. Ich hab ja auch von Hip Hop, Ballett und Latein alles gemacht und kann sagen: Da gibt es nicht so richtig was Festes. Die Übergänge sind eher fließend und werden auch oft neu entwickelt. Gerade dann, wenn man natürlich selbst was machen möchte und sich neue Moves ausdenkt. Das ist bei mir und den TikTok-Songs ganz genauso.

Gibt es irgendwas, das du Kindern im Bereich Tanzen mitgeben wollen würdest?

Katulka: Ja, es ist wie ich immer sage: Man darf sich beim Tanzen nicht zu sehr Druck machen, die Schritte perfekt zu können. Da muss man sich Zeit geben und das Wichtigste ist es, einfach Spaß daran zu haben. Erst dann kann man sich auch überhaupt erst weiterentwickeln. Eine weitere wichtige Sache ist außerdem, nicht zu gucken, wie andere tanzen. Das kenn ich auch noch von damals. Dann versucht man die anderen nachzumachen, obwohl man viel mehr akzeptieren sollte, dass man individuell ist - auch beim Tanzen. Und genau das ist es, was man ausleben sollte - seine Individualität.

Das geht auch ohne Tanzschule?

Katulka: Ja, natürlich, oder mit unserem Kanal „Move2“. Den gibt es auch auf TikTok und ist sogar kostenlos. Man lädt dazu die App runter, öffnet sie, geht auf den Account und schon kann man die Tanz-Tutorials ganz einfach nachtanzen. Da es eben Videos sind, geht das auch wirklich immer und überall. Da muss man nicht in einer Tanzschule sein und der Spaß-Faktor ist auch gegeben.

Lieber Sasha, die wichtigste Frage natürlich zuerst: Hat dein Sohn auch einen Rizmo?

Sasha: Ja, klar. Und er liebt ihn - besonders dann, wenn er auf Rizmo ein bisschen herumtrommeln kann und dann Sounds aus dem kleinen Kerl rauskommen. Ich glaube, diese Mischung macht Rizmo für unseren Sohn ganz interessant.

Und was ist für dich das Besondere an Rizmo?

Sasha: Das Besondere ist, dass Rizmo etwas macht, das bisher noch kein Spielzeug macht. Es ist lernfähig und auch bereit zu lehren. Das klingt im ersten Moment etwas komisch, aber ist tatsächlich so, indem man sich eben um ihn kümmern muss. Außerdem hat er so viele Funktionen, die es zu entdecken gibt. Da wird einem nie langweilig - und das kann ich wirklich aus Erfahrung sagen, weil ich auch immer noch nicht alle Funktionen entdeckt habe. Darüber hinaus erinnert er mich an eine Filmreihe aus den 80ern, die ich damals sehr gut fand. Also: Ich mag den kleinen Kerl und er macht lustige Sachen.

Aus deiner Sicht als Sänger und Vocal Coach: Gibt es auch irgendwelche Risiken? Zum Beispiel, dass sich Kinder durch Rizmo eine falsche Gesangstechnik aneignen?

Sasha: Hm, nein. Also, die Zeit, wenn man dann irgendwann sagt: „Jetzt möchte ich das Singen mal richtig lernen.“ - die ist dann immer noch da. Ich glaube, dass Singen auch sehr intuitiv ist. Je weniger man sich da einen Kopf drum macht, ob das technisch jetzt richtig oder falsch ist, umso besser ist das. Der Körper macht das meistens schon von ganz allein. Also bei mir war es zumindest so, dass ich zu 80/90 Prozent die Gesangstechnik nicht gelernt hatte. Die hatte ich so automatisch.

Gab es denn bei dir irgendwann auch einen Punkt, wo du gemerkt hast, dass Technik wichtig wäre?

Sasha: Ja, es war so, dass ich am Anfang irgendwann mal auf Tour war und da so 20 bis 30 Konzerte am Stück gegen habe. Das war sehr anstrengend und ohne Gesangstechnik versagt dann irgendwann auch die beste Stimme. Und genau da habe ich gemerkt, dass ich technisch doch noch nicht so 100%ig war. Dann hatte ich einen Vocal Coach da, der mir ein paar Übungen gezeigt hat, mir aber auch gleichzeitig sagte, dass ich eigentlich von Hause aus schon sehr viel richtig mache. Das war so ein Aha-Moment für mich. Da habe ich - genau das, was ich eben schon erzählt habe - gemerkt, dass ich diese ganze Atmung schon in mir hatte. Und ich denke, dass das auch viele Kinder so haben. Wenn man dann irgendwann beim Singen doch merkt, dass man an seine Grenzen stößt, kann man immer noch Gesangsunterricht nehmen. Dafür ist es nie zu spät.

Christin Matthies

Chefredakteurin Christin (rechts im Bild) war zusammen mit unserer Webdesignerin und Fotografin Marie beim Rizmo-Event. Wie alle Hummel-Mitarbeiter verbindet die beiden der Wunsch, die Kinderwelt ein kleines bisschen besser zu machen und für sie jederzeit neue und spannende Produkte zu entdecken.

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